The trumpet shall sound

Messiah - G. F. Händel

Das berühmte „Halleluja“ nicht zu kennen, ist nahezu unmöglich. Es gehört zu den am häufigsten gespielten Stücken der Musikgeschichte und ist eines der Höhepunkte im Messiah von Georg Friedrich Händel. Das berühmte Oratorium führen die Kapellknaben am 15. Juni 2024 in der Dresdner Kathedrale auf – und läuten damit eine kleine Tradition ein.

Bereits 2023 stand der Messiah im Programm des Knabenchores. Am 1. Juli in der Dresdner Kathedrale und am folgenden Tag im Bautzener Dom begeisterten die Kapellknaben, die Solisten und die Mitgliede der Sächsischen Staatskapelle die Besucher, die sich mit Standing Ovations bedankten. In den „Dresdner Neuesten Nachrichten“ (DNN) war danach zu lesen: "Die Kapellknaben präsentierten sich insgesamt voll auf der Höhe ihrer diffizilen Aufgabe. Man denke nur an den lichten Zauber der Botschaft 'For onto us a child is born' oder den sehr kontrastreichen und präzise dargebotenen Satz 'Since by man came'. Als ausgesprochen mutig empfand ich die Tatsache, sämtliche Solosopranpassagen aus dem Chor heraus zu besetzen. Und das war gewiss kein Fiasko, was Silas Geiert, Gustav Hornschild und Jakob Krause da boten. Die innige Sopranarie zu Beginn des dritten Teils 'I know that my Redeemer liveth', die Leander Gaßmann dann leuchtend klar und berührend sang, ist besonders zu rühmen."

Lediglich 24 Tage brauchte Händel, um sein Oratorium mit 53 Nummern auf ein Libretto von Charles Jennens zu komponieren. Gegliedert ist es in drei Teile, die die christliche Heilsgeschichte vom Messiah, dem Gesalbten, erzählen. Dabei greift der Text überwiegend auf Passagen aus dem Alten Testament zurück. Händel modifizierte den Messiah viele Male, sodass keine dieser Versionen als authentische bezeichnet werden kann. Die Kapellknaben, die das Werk erneut gemeinsam mit Mitgliedern der Sächsischen Staatskapelle aufführen, orientieren sich an der Fassung der Uraufführung aus dem Jahr 1742. Die Premiere in Dublin wurde für Händel ein großer Triumph. Im „Dublin News-Letter“ war Folgendes zu lesen: „Dieses Oratorium übertrifft bei weitem alles, was je in dieser Art in diesem oder einem anderen Königreich aufgeführt worden ist. Worte vermögen die Ergriffenheit des Publikums nicht auszudrücken.“

In vielen Ländern und Orten ist es bis heute Brauch, dass das Publikum beim Erklingen des „Halleluja“ aufsteht. Der Legende nach war König Georg II. beim ersten Hören des Chores so ergriffen, dass er aufsprang – dem Vorbild folgten seine Untertanen natürlich.

Beim Messiah werden erneut Knaben solistische Partien übernehmen, was ein besonderes Klangerlebnis verspricht.